Renewbility
Ergebnisse
Das Szenario Klimaschutz im Verkehr wurde unter Beteiligung von gesellschaftlichen Akteuren in Form eines Bündels von Maßnahmen und Annahmen zur Entwicklung der Rahmenbedingungen erarbeitet.
Die Maßnahmen reichen vom Ausbau des ÖPNV und der Elektromobilität, über eine Fortschreibung der CO2-Grenzwerte für Pkw auf 80 g/km im Jahr 2030 bis hin zu einer Erhöhung von Lkw-Maut und Kraftstoffpreisen. Bis 2030 könnten damit die CO2-Emissionen von 226 Millionen Tonnen auf 174 Millionen Tonnen gesenkt werden – trotz ähnlicher Verkehrsentwicklung wie im Basisszenario. Bis 2030 sind also Minderungen der Treibhausgasemissionen um 23% gegenüber 2005 möglich, wenn die vorgeschlagenen Annahmen und Maßnahmen zusammenwirken. Auffällig ist die sehr unterschiedliche Dynamik im Personen- und Güterverkehr: Während im Personenverkehr die Treibhausgasemissionen ein Minderungspotenzial von 36% bis 2030 aufzeigen, kann im Güterverkehr lediglich der erwartete Anstieg der Emissionen halbiert werden. Auch zeigt sich deutlich, dass die Wechselwirkungen von verschiedenen Maßnahmen und Entwicklungen, wie beispielsweise besonders effiziente Fahrzeuge und Kraftstoffpreise, bei der Ausgestaltung von Maßnahmenbündeln berücksichtigt werden müssen, um kontraproduktive Effekte zu vermeiden. Der Gesamtenergiebedarf im Verkehr kann in dem Szenario Klimaschutz im Verkehr bei einem gleichzeitigen Anstieg des Anteils Erneuerbarer Energien im Verkehr von 4% auf 16% um 20% bis 2030 reduziert werden.
Die im Stakeholder-Szenario Klimaschutz im Verkehr aufgezeigten Potenziale für den Klimaschutz und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien im Verkehrssektor sind mit verkehrspolitisch ambitionierten Maßnahmen und Annahmen verbunden, zeigen aber auch deutliche Minderungsoptionen auf. Vor dem Hintergrund der Erfordernisse des Klimaschutzes sollte aber auch die Frage gestellt werden, ob weitere bzw. weitergehende Maßnahmen nicht zusätzlich notwendig sind, um dem Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% zu senken, gerecht zu werden. Mit dem im Rahmen des Projektes Renewbility entwickelten Modellverbund steht nun ein Instrument zur Verfügung, um entsprechende Maßnahmen zu analysieren und gegebenenfalls auch weitere Minderungspotenziale aufzuzeigen.
Downloads
Detaillierte Informationen über die Ergebnisse finden Sie in
- Renewbility-Broschüre Juni 2009
PDF, 0.4 MB - Endbericht an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU
- Teil 1 Methodik und Datenbasis – Dezember 2009
PDF, 3.4 MB - Teil 2 Szenarioprozess und Szenarioergebnisse – Dezember 2009
PDF, 1 MB
- Teil 1 Methodik und Datenbasis – Dezember 2009


